Literaturkarte Ruhr

Das "Forschende-Lernen"-Projekt Literaturkarte Ruhr entstand im Wintersemester 2015/16 und wird seither von Studierenden ehrenamtlich weitergeführt.

Das Projekt wollte die Forschungsfrage, ob sich Literatur nicht nur als diachron narrativierte Geschichte, sondern auch topographisch innerhalb eines Netzwerks von Akteuren, Bezügen und Diskursen darstellen lässt, anhand der Literatur des Ruhrgebiets klären. Die Teilnehmer des Seminars gingen davon aus, dass Geschichten und Orte im Ruhrgebiet so eng verbunden sind, dass Orte zu Metonymien von Geschichten werden und umgekehrt; dass unsere Imagination von Orten erfüllt ist, die wir nur aus Büchern kennen; und dass solche Lektüren die realen Orte formen und bestimmen.Die Kulturszene des Ruhrgebiets ist schon längst eine überregionale Größe, die durch eine immense Vielfältigkeit und das Nebeneinander etablierter Formate und junger Experimentkultur besticht. Die Literatur des Ruhrgebiets ist in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung, denn hier werden Geschichten vom strukturellen Wandel, von Aufbau und Umstrukturierung der Städte erzählt, die nicht zuletzt in vielen Fällen auch durch die Mehrsprachigkeit und die Interkulturalität von Migrant*innen gewinnen.

Besuchen Sie die Literaturkarte unter: http://www.literaturkarte.ruhr/